es ist der tag
der das glück
in seinem lichte
hält
ihm buntheit
in den blick
des lächelns legt
es ist die nacht
die ihren traum
in das
erwachen streut
und glück
dem tag in
seine wiege legt
© evelyne w.
es ist der tag
der das glück
in seinem lichte
hält
ihm buntheit
in den blick
des lächelns legt
es ist die nacht
die ihren traum
in das
erwachen streut
und glück
dem tag in
seine wiege legt
© evelyne w.
ich ziehe meine wolkenschuhe an
und laufe über den himmel
steppe damit auf eisbergen
ein heißes schubidu
ziehe die samthandschuhe an
und fass mich bei den händen
tanz‘ ringelreihen um dein herz
schubidududu
zuletzt setze ich die brille auf
aus sonne und ich strahle
in dein buntes augentreiben
schubidudu dideldidei
© evelyne w.
zuerst war ich ein wenig bestürzt. als du mich in die mitte der tanzfläche zogst, einen schritt von mir zurücktratest und mich den augen aller so ganz allein preisgabst. dein blick fixiert am horizont hinter der rose in meinem haar. und deine starken arme fest an die hosennaht gesenkt. doch dann brandete applaus auf. unter dem ansteigenden stakkato deiner tritte bebte der boden. ein heißes schnauben drängte mir sand in die augen. mit einem einzigen ruck schwangst meine röcke du, warfst meine beine dieser ungezähmten kraft entgegen. locktest die wut der gier auf meine spur, mich zu ergeben dem strom des blutes.
© evelyne w.
in den wimpern
des morgens
glänzt das lied
das die nacht
uns sang
© evelyne w.
ein sonnenstrahl
zärtelt mir
ein sehnen
nach wärme
die im moment
mein inneres nur strömt
nach blütenaugen
die sich auf nacktheit räkeln
nach wisperndem versprechen
aus dem umarmung steigt
und die gewissheit wächst
es lenzt!
© evelyne w.

der frühling
trägt ein seltsames gewand
in diesem jahr
nicht unter weißen
blütendecken
räkelt sich sein leib
die schneedecke
ist es
die seine nacktheit
hüllt in sehnendes
verharren
und doch
es ist nur draußen so
hier drinnen ist es warm
und blüht
die liebe
die das herbsterleben
uns
auch im frühling
schenkt
© evelyne w.
wenn die tautropfen
zur sonne streben
silberne liebesnetze weben
und die synapsen japsen
in die liebeshöhle tapsen
der rosenblätter trock’ner duft
in meinem herzen ruft
nach dir
bin ich
wohl lesbar hirnverklebt
aber herrlich übermütig
© evelyne w.
und wirst du wieder kommen
auch wenn der tag sich heut
aus deinem blut erhebt
werd ich dich finden
an den orten die du gibst
wo ich die freiheit in mir trage
die du mir heute blutest
zu deinem kreuze will ich kriechen
wo mit dem schweiße deines daseins
du den staub so tränkst
dass aus ihm blumen treiben
die tief aus mir
mich aufrichten
und sich die tage dann
aus deiner liebe falten
© evelyne w.
es trägt die zeit
das kreuz
beugt sich unter
seiner last
stürzt in den schlamm
aus sand und blut
der wunden
die jene
der erde schlugen
die sie geißeln
mit der unverfrorenheit
obszöner schreie
nach der macht
ein opferfest
bricht an mit
tanz auf kahlen hügeln
johlender menge
im gelichterkleid
wird sich das grab
auch diesmal leeren
die menschheit
wie oft noch
zu erretten?
© evelyne w.