an manchen tagen
zerplatzt der regen
auf dem schirm
über der sonne
an anderen
fülle ich erinnerungen
in ein glas
und trinke mir
die zukunft
sonnig
© evelyne w.
an manchen tagen
zerplatzt der regen
auf dem schirm
über der sonne
an anderen
fülle ich erinnerungen
in ein glas
und trinke mir
die zukunft
sonnig
© evelyne w.

sein zeitfenster verteidigt
in diesen tagen
der winter
sonst nichts
er kann
seinem namen einfach
nicht gerecht werden
die winde wehen lau
die sonne strahlt
auf dem see boote
statt eisläufern
und der wein
summt sich
unter kupferfarbenen drähten
zur süße
© evelyne w.
wärmen
will ich dich
in diesen zeiten
wo das eis in zapfen
von deinen blicken hängt
der schnee
dein haar bedeckt
und deine starren finger
nach meiner wange suchen
und dann finden wir
das glück des frühlings
in diesem winter
der keine kälte kennt
und wir hängen
die sterne
in einen himmel
voller geigen
© evelyne w.
und ist ein fließen
vorbei die tage starrer kühle
es wird gepulst
gepumpt
und tief aus wurzeln gesogen
die wahrheit der ewigkeit
© evelyne w.
der kleine tod
des jahres
mündet in den orgasmus
der frühlingslust
spitze schreie
von vögeln
farbenkaskaden
in unserem blick
und ein fließen
in uns
das die welt erneuert
© evelyne w.
in den weiden
hängt ein erstes grün
schmiegt sich noch eng
an ihre dunklen äste
doch leuchten schon versprechen
in die kahlheit erster frühlingstage
wecken helle freude
in meinem wintermüden herz
© evelyne w.
ich ziehe meine wolkenschuhe an
und laufe über den himmel
steppe damit auf eisbergen
ein heißes schubidu
ziehe die samthandschuhe an
und fass mich bei den händen
tanz‘ ringelreihen um dein herz
schubidududu
zuletzt setze ich die brille auf
aus sonne und ich strahle
in dein buntes augentreiben
schubidudu dideldidei
© evelyne w.
ein sonnenstrahl
zärtelt mir
ein sehnen
nach wärme
die im moment
mein inneres nur strömt
nach blütenaugen
die sich auf nacktheit räkeln
nach wisperndem versprechen
aus dem umarmung steigt
und die gewissheit wächst
es lenzt!
© evelyne w.