© Text: evelyne w. – Aquarell: Heinz Spicka
erwachen
und ein blick in mich
da lächelst du
hast keine angst
und keine schmerzen
die augen groß
und strahlend
jung
die dichten locken
in die stirn gezogen
du hebst den arm
ganz mühelos
und winkst mir zu
ich habe
deinen schlaf bewacht
sagst du
ich strecke mich
und liebe es
wieder dein kind zu sein
© evelyne w.
ich lege worte an dein ohr
die dich umarmen
mit dem klang
mit dem du
meine stimme färbtest
lege die finger an dein haar
die sanft dich streicheln
mit den kuppen
die du mit
meiner haut umspanntest
ich lege blicke in dein herz
um mit dir zu ertragen
deine angst
mit der du
meine augen füllst
und lege küsse auf deine stirn
die dir erzählen
von der liebe
die du
in mir finden wirst
© evelyne w.
eins sind wir
in dieser stille
in der
die worte flüstern
nur von herz zu herz
mein blick
dich taucht
in jugend
und in schönheit
ich spüre
fröhlich willst du sein
wenn du dem kinde
hinterher läufst
erreichst es nie
dein leben driftet ab
streut dich
in andere winde
ich sammelte dich ein
und nicht erst heute
und in dieser stille
© evelyne w.
wenn du gehst
dann kommst du zu mir
so nah wie damals
als ich in dir lag
dann liegst du in mir
unter meinem herzen
trage ich dich
auf dem
das du mir gabst
© evelyne w.
hör, meine stimme will dich wiegen
wo dich mein wort nicht mehr erreicht
will trösten dich in dunklem zagen
begleiten dich in sicherheit
hör, meine töne wollen dich locken
aus deiner angst vorm ungewiss
wollen mit dir schweben über die nebel
dorthin wo du geborgen bist
spür, meine hände wollen dich tragen
zu mir, in mich, weit weg vom weh
drum hör auf mich, auf meine stimme
auf der erlösung melodie
© evelyne w.
in der schale wird sie es vor sich hertragen. ihr herz. oder was von ihm noch übrig. von ihm. ja, auch von ihm, der ihre finger an seine küsse band. der seine finger aber löste aus den unversponnenen fäden. die sie aus ihren augen drehte. sie wird es tragen. alles wird sie tragen. was ihr herz splitterte. und was sie daraus spann.
© evelyne w.