der tag danach

 
erwachen
und ein blick in mich

da lächelst du

hast keine angst
und keine schmerzen

die augen groß
und strahlend
jung
die dichten locken
in die stirn gezogen

du hebst den arm
ganz mühelos
und winkst mir zu

ich habe
deinen schlaf bewacht
sagst du

ich strecke mich
und liebe es
wieder dein kind zu sein

© evelyne w.

 

12 Gedanken zu „der tag danach“

    1. nein, kein traum.
      das erwachen nach einem sehr traurigen tag.
      doch das leben muss ja bekanntlich weitergehen und dafür suche ich immer wege.
      und dieser hier ist der einzige, der dem tod sinn gibt.

      lg evelyn

  1. Zitat von Lintschi: ich strecke mich
    und liebe es
    wieder dein kind zu sein
    So eine Erfahrung ist eine große Bereicherung für das Leben.
    Wunderschön ist das Gedicht.
    Herzlichst
    Fini

    1. vor ein paar tagen sagte eine freundin zu mir, das tolle ist, dass man deine trauergedichte ohne hintergrundwissen alle auch als liebesgedichte lesen kann.
      und das ist gut. denn das zeigt mir, dass ich etwas lebe und nicht nur davon spreche …

      danke für die umarmung
      lintschi

    1. wenn es mir gelungen ist, jemandem damit etwas zu geben, dann „rechtfertigt“ sich für mich die veröffentlichung.
      denn die habe ich natürlich schon einige male in mir hinterfragt …

      deshalb gibst du mir nun viel und ich danke dir dafür
      lintschi

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