zwei kerzen
erzählen
wärme
der blick
nach frieden
breitet sich
in unsere augen
weihnachtslieder
singen auf
unserer haut
und ein engel
geht durch den raum
© evelyne w.
Wo ist die Weihnacht zu Hause?
Dort wo es das Christkind gibt?
In den Ländern wo Christus lehrt
wie man die Menschen liebt?
Doch die Menschen aus seiner Geburt
ein Fest der Konsumwut gestalten?
Oder sich selbstgerecht
für das Zünglein der Weltwaage halten?
Oder in den Gräben der Angst
des Leids und der bitteren Not
ohne Lamettaglanz
von des Weihnachtsmanns Kindern bedroht?
Nein, nicht hier und nicht dort.
Die Heimat der Weihnacht ist an dem Ort
wo auch immer die Geburt der Liebe geschieht.
So dem Hass und der Angst
jede Macht entzieht.
Deshalb ist die Weihnacht zu Hause in mir
und ich bitte dich:
Gib ihr auch Heimat in dir!
Lass in Demut uns unseren Frieden leben
Den wir an die Welt
nur so
weitergeben
© evelyne w.
spannst deinen bogen
der verführung
lockst mich an gatter
um die sich rosen ranken
ihr dornenschutz reizt
meine knospen
mit früchten köderst du
aus nachbars garten
mit weinen aus den kelchen
deines leibs
streust würzigen samen
über das brot
mit dem du
meinen hunger stillst
© evelyne w.
in der gewissheit
dämmerstunde
blase ich silben
aus meinem mund
auf deinen
sie platzen
in deinem atem
feuchten deinen schlund
zur gier
nach dem
was hinter meinen worten
schwelt
wie der gewissheit
nacht
© evelyne w.