aufrecht

kraehenflug

 

ich spüre freiheit
obwohl die ganze welt
sich darauf einschwört
mir unfreiheit zu suggerieren

ich spüre lebenswillen
sinn
und liebe

mein blick ist offen
und darauf gerichtet
dahin zu geben
wo es gebraucht wird

die angst ist die begleiterin
der sich vor ihr duckenden

in mir
blüht zuversicht
und frieden

mein gang bleibt aufrecht

 

vernebelt

nebelsonne

 

der nebel
weht seine fahnen
über das land

breitet sie
über kahle reben

mein schritt gedämpft
auch das gekrächz der krähen
wie ferne sinfonien

manchmal blinzelt
die sonne bleich
erhellt das grau
zu mattem weiß

ich trinke
die milch der lüfte

lächelnd begrüße ich die schemen
die meinen weg nach hause
säumen

 

vernebelt

 

unmöglich

bilder, die sich unter die haut brennen
und dort nie vergehen
sich in träumen herumwälzen
keine worte hervorbringen
und sich dennoch ausdrücken müssen
weil es unmöglich ist sie zu beschreiben

schreie, die bilder mit blut färben
und seen der angst blickdicht machen
die ufer der träume überfluten
und sich über die tage ergießen
weil es unmöglich ist zu verstummen

tränen, deren salz
immer wieder
die offenen wunden der hilflosigkeit vereitert
weil es unmöglich ist sie zu heilen

 

 

blühende gedanken

im blau des himmels
eine blütenpracht
an gedanken

ich schnuppere
ich streichle
ich wiege mich
mit ihnen im sanften wind

aus meinen augen
steigen tränen des glücks hoch
um sie zu tränken