
nackt stehen die reben
recken die kahlen arme
voll stärke in den wind
unbeugsam
im wissen um den neubeginn
ich trinke
von den ewig fließenden säften
ihrer zuversicht
und wandere weiter
auf dem weg
in meine soeben beginnende
zukunft

nackt stehen die reben
recken die kahlen arme
voll stärke in den wind
unbeugsam
im wissen um den neubeginn
ich trinke
von den ewig fließenden säften
ihrer zuversicht
und wandere weiter
auf dem weg
in meine soeben beginnende
zukunft
bilder, die sich unter die haut brennen
und dort nie vergehen
sich in träumen herumwälzen
keine worte hervorbringen
und sich dennoch ausdrücken müssen
weil es unmöglich ist sie zu beschreiben
schreie, die bilder mit blut färben
und seen der angst blickdicht machen
die ufer der träume überfluten
und sich über die tage ergießen
weil es unmöglich ist zu verstummen
tränen, deren salz
immer wieder
die offenen wunden der hilflosigkeit vereitert
weil es unmöglich ist sie zu heilen
frei bin ich immer
doch nicht jeden tag
kann ich die freiheit spüren
aber heute
tanze ich
in der morgensonne
auf der lichtung
meines lebens
und gebe
mein lachen
dem echo der welt
die sonne meines lebens
dreht sich um mich
sie gibt mir wärme
sie gibt mir licht
sie küsst mich
am morgen wach
und glüht mich
am abend in deine arme
ich lehne mich
an den morgen
zärtlich
küsst er mir
die nächtlichen schatten
von den augen
und schiebt mich
sanft in den tag
lege ich dankbarkeit
in deinen schoß
hebe das gesicht
zu deinem atem
beuge das knie
vor dem wunder
meines lebens.
meinen fußstapfen
auf deinem boden
folge ich in die weite
der gedanken
die sich nähren
von dem grün
das du in meine augen streust
von blicken in die freiheit
von den düften der reben
die aus satter furche steigen
vom jubilieren
das über das land weht
vom streicheln des windes
auf meinem gesicht
der ein jauchzen
von meinen lippen holt
fest ist mein schritt
so fest wie der weg
den du
vor mich legst
wenn ich die tage reime
schreibe ich ein gedicht
von der liebe die mich umgibt
von der luft
die mir den atem schenkt
der schönheit
die mir ins auge fließt
von der umarmung
mit der mich mein leben umfängt
der freude
die meine gedanken hüpfen lässt
und mein gesicht
mit einem lächeln schmückt
von der liebe
die mir auch die augen dafür öffnet
um mir menschen zu zeigen
in ihrer not
mir tränen gibt
und gedanken der sorge
und meinem tun
den sinn des lebens erklärt