nein, meine freiheit kriegt ihr nicht 2.0

an dem tag an dem sie versuchten mir meine freiheit zu nehmen gaben sie sie mir.
riesige säcke werfe ich ab. mit ballast. in denen jene zappeln dick verschnürt. von ihren ängsten und durch den hass den sie als überblick zu tarnen versuchen. um ihre unfähigkeit zu verschleiern. liebe in sich zu finden. im schulterschluss zu gehen. um leben zu fördern. die schuldige suchen wo es keine gibt. weil der feind nicht der nachbar ist. sondern die idee ihn zu vernichten.
da sitze ich inmitten meines friedens und danke gott. dass er für mich die spreu vom weizen trennt. mit dem ich brot backen kann. und keine brötchen essen muss in denen das gift gärt. das sie in ihre welt träufeln.
meine liebe trägt mich. zu ihnen. weil sie mich frei macht. mich um sie zu sorgen.

mein leben lebt mich

mein leben
lebt mich

es schwimmt mich
in den wellen seines daseins

es tanzt mich
in der sonne seines glücks

es singt mich
in den liedern seiner liebe

es malt mich
in den farben seines herbstes

es trägt mich
über die äcker der erinnerung

es führt mich
an der hand seines mutes

es leitet mich
durch seine gassen des erkennens

es springt mich
über die schatten seiner zeit

dem tag ein gruß

die zärtlichkeit des seins
schmiegt sich in meinen morgen

flüstert liebe in mein ohr
massiert freude unter meine haut

lichtfinger streicheln mein herz
wandern durch den hals hinauf
in meine augen

die sich dem glück öffnen
einen neuen tag
begrüßen zu können

und dich in ihm.

an den grenzen der gehirne

an den grenzen
der gehirne
drängen sich parolen
im schulterschluss

ängste
krallen sich daran
untertänigster gehorsam
baut einbahnen
mit hohen schallschutzmauern

kein ton von außen
darf den widerhall
der eignen worte stören
und den singsang
der gemeinschaftschöre

die mit einlullenden
„gute nacht, welt“-liedern
die klagelieder leidender
und die grabesstille
in den hohlräumen der köpfe
übertönen

hochzeitstag

an diesem tag
lege ich mein glück
vor mir auf den tisch
und betrachte es zärtlich

jede faser deines du
jede verknüpfung unseres wir
jede freude meines ich

jeden morgenkuss
fast blind noch
und doch so spürbar nah

den alltag
der seinen sinn erfährt
im miteinander

die wunderbaren umarmungen
die halt mir geben
und geborgenheit

wärmende spaziergänge
in der sonne unseres herbstes

und den ausblick auf einen winter
der mit dir
nicht kalt werden kann

dann
nehme ich mein glück in beide hände
und lege es in deine

der luxus meines alters

täglich öffne ich die kassette
mit den schätzen an erfahrungen

wühle mit beiden händen
in den kleinodien der gegenwart

lasse erinnerungen
wie funkelnde juwelen
durch meine finger rieseln

ich schwimme
im warmen infinity-pool
meiner liebe zum dasein

den blick gerichtet auf
die landschaften der zufriedenheit

mein gelebtes märchen
heißt aschenbrödel

kindheit in not
alter in luxus

erbsenzähler, schmeichler
und parolenschleuderer
werfe ich in ihre töpfchen

und!
ich habe den prinzen geheiratet!

* * *

und solange wir nicht gestorben sind … Wprinzenpaar"