Advent 2015 n. Chr.

 
Heuer fällt es mir besonders schwer
die Weihnachtszeit zu erkennen
Zu viele Herzen sehe ich leer
und Leute, die nur rennen

Die einen hetzen um Überfluss
die anderen hetzen gegen jene
die auf der Flucht vor Elend und Tod
rennen um nacktes Leben

Und es begab sich in jener Zeit
da machte sich die Hoffnung breit
ein Erlöser sollt werden geboren
bevor der Menschheit die Welt verloren
weil Herzenskälte den Bruder erschlägt
der das Zeichen der Not auf der Stirne trägt

Und der Heiland kam. Sein Leuchten drang
aus dem armsel’gen Stall, in den er getrieben
Mensch! So seine Botschaft erklang
Deine Bestimmung heißt lieben!

Erlösung bringt dir nicht Geld und Macht
kein Punschstand kein Glitzergeschrill
Ein warmes Lichtlein in der Nacht
das Suchenden zeigt den Weg zum Ziel
an dem sie willkommen und eine Hand die gibt
bringt Rettung dir!

Weil so derjenige liebt
dessen Geburt wir die Nacht weihen
damit wir auch wirklich Menschen seien

Erhöret das Lied das aus der Krippe erklingt
Weil nur das uns Weihnachten wieder bringt

 

© evelyne w.

lintschi liest

 

11 Gedanken zu „Advent 2015 n. Chr.“

  1. Wenn man die unzähligen Weihnachtsmarktbesucher und Einkaufshetzenden zum Empfang der Botschaft auch in die Kirche bringen könnte …
    … aber was rede ich da?
    Leider ist es wahrscheinlich so, dass für viele nach Schließung der Kitsch-, Glitzer- und Glühweinstände Weihnachten schon fast vorbei ist.
    Mit herzlichen Grüßen,
    Michael

    1. genau, lieber michael.
      DAS ist halt für viele weihnachten …
      es wäre (mir) egal, jeder soll glücklich werden, wie er will. wenn es sich nicht derart auf die gesellschaft und das zusammenleben, auf die kultur und vor allem auf die empathie auswirken würde.

      herzlichen gruß auch zu dir
      lintschi

  2. Als ich Dein Gedicht gelesen habe liebe Lintschi, sind mir auch diese Zeilen durch den Kopf gegangen, aber ich wollte nicht vorgreifen. Da Du heuer Deinen Weihnachtsblog nicht betreibst, was ich gut nachvollziehen kann, wollte ich dann nicht ohne zu fragen, ein Gedicht hier posten.

    Die Kinder

    Die Kinder sind es,
    die Weihnachten noch in sich tragen.
    Ihre Augen strahlen,
    wenn man ihnen vom Christkind erzählt.
    Von dem Kind in der Krippe
    das erlösen soll
    die Menschen auf der ganzen Welt.
    Die Kinder sind es,
    die aufmerksam zuhören
    und fragen
    in diesen Tagen.
    Die Welt scheint noch so geborgen zu sein
    und doch ist es nur ein Schein.
    Die Kinder sind es
    die einmal weiter tragen
    der Erwachsenen Botschaft und später
    werden sie nicht mehr fragen.
    Sie wachsen in diese Welt hinein,
    erfahren
    es ist alles nur ein Schein.
    Dahinter liegt viel Leid
    und auf der Welt herrscht Macht und Neid.
    Es liegt in unserer Verantwortung
    die Kinder aufzuklären.
    Die Kinder sind es
    die sich am wenigsten dagegen wehren.
    Sie tragen den Frieden in ihren Herzen,
    als wäre er angeboren.
    Erst später, wenn sie heran wachsen,
    geht vieles verloren.
    Dieser Verantwortung sollte jeder Erwachsene
    sich stellen,
    denn die Kinder sind es,
    die alles ganz unbefangen weiter geben.
    Sie machen das nach
    was sie von den Erwachsenen lernen,
    hören und sehen.
    Die Kinder sind es
    die die Weihnachtshoffnung tragen.
    Ich wünschte, ich hätte die Gelegenheit
    das allen Eltern
    auf dieser Welt zu sagen.
    Gerade jetzt in dieser Zeit ist es wichtiger, denn je.
    Gerade in diesen Tagen.

    Liebe Grüße
    Fini

    1. liebe fini, das ist so wunderbar und wahr, was du hier schreibst. danke!

      … und natürlich auch deine zeilen, liebe lintschi, sehr gut und nachdenklich.

      herzliche grüße euch!
      diana

  3. Auch ich werde mich am PC rar machen und deswegen wünsche ich jetzt schon vor allem Dir liebe Lintschi und Deinen Lieben und natürlich auch Deinen LeserInnen

    Ein frohes – friedvolles Weihnachtsfest
    und alle guten Wünsche für das neue Jahr.

    Fini

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